Virale Leberentzündungen

Kurzbeschreibung Erkrankung

Hepatitis A

Erreger:

Erreger ist das Hepatitis A Virus (HAV) ein behülltes RNS Virus, welches zur Familie der Picornaviren gehört. Es gibt verschiedene Subspezies, und das Virus mutiert, beides Eigenschaften, die für die Diagnose, den Verlauf und die Therapie von untergeordneter Bedeutung sind.

Virusübertragung:

durch fäkal verunreinigtes Wasser, kontaminierte Lebensmittel und infizierte Personen.

Infektionsverlauf:

Die Infektion verläuft bei Kleinkindern meist ohne Symptome (unter 5% entwickeln eine akute Hepatitis), bei Erwachsenen tritt eine akute Krankheit bei ca. 50 70% der Infizierten auf. Die Infektion ist immer selbstlimitierend, d.h. wird nie chronisch und führt immer zu einer lebenslangen Immunität.

Diagnose:

Nachweis von Antikörpern gegen das Hepatitisvirus A erlaubt die Unterscheidung zwischen einer frischen Infektion (Anti-HAV-IgM) und Immunität (nur Anti HAVIgG)

Vorkommen:

Heute sind vorwiegend Reisende in Hochrisikoländern betroffen, nur geringer Rückgang in den letzten Jahren. Deshalb spricht man oft auch von Reisehepatitis. Da nur ein Teil der infizierten Personen akut erkrankt, liegt die Zahl der jährlichen Neuinfektionen um den Faktor 2 4 höher als die Zahl der Fälle von akuter Hepatitis A.

Therapie:

Es gibt keine akzeptierte, medikamentöse antivirale Therapie.

Impfung:

Die 1996 eingeführte Hepatitis A Impfung resp. die 1997 eingeführte kombinierte HepatitisA und B Impfung haben sich als hochwirksam und sicher erwiesen.

Hygienische Maßnahmen:

Es gilt, den Kontakt mit infiziertem Kot zu vermeiden. Die Gefahr besteht vor allem im Ausland (südliche Länder): nur Getränke in Flaschen, keine Eiswürfel und Speiseeis, nur selbst geschälte Früchte essen; Vorsicht beim Essen von Salat und Meeresfrüchten. Grundsätzlich gilt: noch öfter Hände waschen (mit Seife) als zu Hause, insbesondere auch nach jedem Toilettengang.

Stand: 2004